Funktionsweise der Herz-Lungen-Maschine

Die Herz-Lungen-Maschine übernimmt für die Dauer der Herzoperation die Funktionen von Herz und Lungen. Die Pumpfunktion des Herzens wird von einer mechanischen Pumpe (Rollen-, Zentrifugal- oder Diagonalpumpe) übernommen, während die Funktion der Lunge, nämlich das Blut mit Sauerstoff zu versorgen und das im Stoffwechsel anfallende Kohlendioxid zu eliminieren, durch den Oxigenator übernommen wird. Um die Sicherheit des Patienten zu erhöhen, sind in die Herz-Lungen-Maschine mehrere Regel- und s5

Alarmvorrichtungen eingebaut, wie Drucksteuerung, Levelsteuerung, Blasensteuerung, Temperatur- steuerung, Sauerstoff/Gasversorgung. Je nach Ausstattung findet man noch weitere Meßsysteme wie z.B. Online-Blutgasmessung.
Während das Blut durch die Herz-Lungen-Maschine gepumpt wird, passiert es auch Blutfilter, die kleinste Partikel und Blutgerinsel sowie Luft zurückhalten.

Bedienpanel an der Herz-Lungen-Maschine (hier Stöckert S5)

Die Herz-Lungen-Maschine dient ausserdem noch als Blutspeicher. Ein sogenanntes Kardiotomiereservoir kann nicht benötigtes Blut aus dem Körper aufnehmen und später wieder dem Körper zuführen. Das Kardiotomiereservoir enthält einen eingebauten Partikelfilter und einen Entschäumer, da auch das Blut aus dem OP-Feld in das Kardiotomiereservoir gesaugt wird. Dieses muss erst von Geweberesten befreit und entschäumt werden, bevor es dem Patienten zurück gegeben werden kann. Über einen im Oxigenator eingebauten Wärmetauscher kann mit Hilfe eines Hypo-/ Hyperthermiegerätes die Bluttemperatur und damit die Patiententemperatur geregelt werden.